Eine Stiftung von der Community für die Community
Wir wollen eine Infrastruktur aufbauen, die antirassistische und communitybasierte Arbeit langfristig absichert – unabhängig von politischen Förderzyklen.
Eine Stiftung von der Community für die Community.
Denn wir glauben:
Eine gerechtere Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie entsteht, wenn Menschen eigene Strukturen aufbauen – und Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
Wir sind Menschen aus Communities, die Rassismus in diesem Land nicht nur theoretisch kennen. Wir erleben ihn – in Debatten, in Institutionen, auf der Straße und im Alltag. Viele von uns arbeiten seit Jahren in antirassistischen Initiativen, Bildungsprojekten, Beratungsstellen oder Kulturarbeit. Wir wissen, wie viel Kraft, Wissen und Solidarität in unseren Communities steckt. Aber wir sehen auch, unter welchen Bedingungen diese Arbeit oft stattfindet. Zu viele Organisationen kämpfen jedes Jahr um ihre Existenz.
Zu viele Initiativen arbeiten von Projekt zu Projekt – ohne Planungssicherheit. Dabei sind es oft genau diese Strukturen, die Menschen auffangen, wenn staatliche Institutionen versagen: Sie begleiten Betroffene von rassistischer Gewalt, schaffen Schutzräume, organisieren politische Bildung und stärken solidarische Netzwerke. Die Community-Stiftung entsteht aus dieser Erfahrung.
ÜBER UNS Die Idee der Community-Stiftung
Warum wir die Community-Stiftung aufgebaut haben
Wir sind Menschen aus Communities, die Rassismus in diesem Land nicht nur theoretisch kennen. Wir erleben ihn – in Debatten, in Institutionen, auf der Straße und manchmal auch im Alltag, in kleinen Momenten, die sich über Jahre summieren.
Viele von uns arbeiten seit Jahren in antirassistischen Initiativen, Bildungsprojekten, Beratungsstellen, Kulturarbeit oder Wissenschaft. Wir haben gesehen, wie viel Kraft, Wissen und Solidarität in unseren Communities steckt. Aber wir haben auch gesehen, unter welchen Bedingungen diese Arbeit oft stattfindet. Zu viele Organisationen kämpfen jedes Jahr um ihre Existenz. Dabei sind es oft genau diese Strukturen, die rassismusbetroffene auffangen, wenn staatliche Institutionen versagen. Sie begleiten Betroffene von rassistischer Gewalt, schaffen Schutzräume, organisieren politische Bildung und bauen Netzwerke der Solidarität auf.
Wir kennen diese Realität aus eigener Erfahrung
Wir kennen auch die Gespräche, die in unseren Communities immer häufiger geführt werden: über Angst, über Erschöpfung, über die Frage, wie sich ein Leben in diesem Land anfühlen kann, wenn Hass und Ausgrenzung wieder lauter werden. Und wir wissen gleichzeitig, dass unsere Communities immer wieder Wege gefunden haben, sich gegenseitig zu stärken — durch Selbstorganisation, Solidarität und kollektive Strukturen.
Genau aus dieser Erfahrung heraus schaffen wir die Community-Stiftung.
Eine Stiftung, die nicht über Communities entscheidet, sondern von ihnen getragen wird. Eine Struktur, in der Ressourcen, Wissen und Entscheidungsmacht dort liegen, wo die Arbeit tatsächlich passiert.
Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren ein starkes finanzielles Fundament aufzubauen, das antirassistische und communitybasierte Arbeit dauerhaft unterstützt. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um Selbstbestimmung und Stabilität. Die Community-Stiftung ist deshalb mehr als eine Organisation, sie ist ein kollektives Projekt. Denn wir glauben: Eine gerechtere Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie entsteht, wenn Menschen sich zusammenschließen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas aufbauen, das bleibt.
UNSERE VISION Warum wir diese Stiftung aufbauen
In unseren Communities wird eine Frage immer lauter: Haben wir in diesem Land eigentlich noch eine Zukunft?
Rassistische Hetze nimmt zu, Gewalt wächst, politische Debatten verschieben sich nach rechts. Viele von uns leben mit der Erfahrung, ständig erklären zu müssen, dass wir dazugehören. Für manche bedeutet das Angst, Erschöpfung – manchmal auch Depression.
Gleichzeitig tragen unsere Communities seit Jahrzehnten einen großen Teil der antirassistischen Arbeit: Beratung für Betroffene, politische Bildung, Schutzräume, Erinnerung und Solidarität. Doch genau diese Arbeit ist oft prekär finanziert.
Deshalb bauen wir etwas Eigenes auf. Eine Stiftung von der Community für die Community. Wir warten nicht länger darauf, dass andere diese Strukturen schaffen. Wir bauen sie selbst.
DIE REALITÄT, IN DER WIR LEBEN In den letzten Jahren hat sich etwas verändert. Viele von uns spüren es im Alltag.
Die Hetze ist lauter geworden. Rassistische Gewalt nimmt zu. Öffentliche Debatten verschieben sich nach rechts – im Fernsehen, in Parlamenten, auf der Straße. Für viele von uns ist das keine abstrakte politische Entwicklung. Es ist unser Alltag. Es sind Gespräche unter Freund*innen darüber, ob wir in diesem Land noch eine Zukunft sehen. Es sind Eltern, die sich fragen, in welcher Gesellschaft ihre Kinder aufwachsen werden. Es ist das Gefühl, immer erklären zu müssen, warum man überhaupt dazugehört. Viele Menschen aus unseren Communities leben mit dieser dauerhaften Unsicherheit. Mit der Erfahrung, dass Hass und Ausgrenzung immer wieder neu aufflammen.
Und trotzdem tragen genau unsere Communities seit Jahrzehnten einen großen Teil der antirassistischen Arbeit in diesem Land. Selbstorganisierte Initiativen begleiten Betroffene nach rassistischer Gewalt. Sie organisieren Beratung, politische Bildung, Erinnerungskultur und gegenseitige Unterstützung. Sie schaffen Räume, in denen Menschen sich sicher fühlen können, in denen Wissen entsteht und Solidarität wächst. Doch genau diese Strukturen arbeiten oft unter extrem prekären Bedingungen.
Viele Organisationen kämpfen jedes Jahr aufs Neue um kleine Projektmittel. Sie müssen ständig Anträge schreiben, Berichte liefern, sich rechtfertigen – während sie gleichzeitig versuchen, Menschen zu unterstützen und politische Arbeit zu leisten. Planungssicherheit gibt es selten. Rücklagen sind kaum möglich. Und wenn politische Prioritäten sich verschieben, verschwinden Förderprogramme von heute auf morgen. Wir kennen diese Realität. Und wir wissen auch: Wenn wir uns weiterhin nur auf diese Strukturen verlassen, bleiben unsere Organisationen dauerhaft verletzlich.
Deshalb bauen wir etwas Neues auf.
Die Community-Stiftung ist unsere Antwort auf diese Situation. Sie entsteht aus unseren Communities heraus – von Menschen, die selbst erlebt haben, was es bedeutet, gegen Rassismus zu arbeiten und dabei ständig um Ressourcen kämpfen zu müssen.
Unser Ziel ist es, eine unabhängige Finanzierungsstruktur aufzubauen, die antirassistische und communitybasierte Arbeit langfristig absichert. Wir wollen eine Stiftung schaffen, in der Ressourcen, Entscheidungsmacht und Förderlogiken nicht außerhalb unserer Communities liegen – sondern in ihnen selbst.
Damit Initiativen nicht jedes Jahr um ihre Existenz kämpfen müssen. Damit sie planen können. Damit sie wachsen können.
Der Weg ist das Ziel
Unser Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren zwischen 20 Millionen Euro zu mobilisieren, um eine solche Infrastruktur aufzubauen. Wenn wir dieses Ziel nennen, werden wir oft belächelt. Uns wird gesagt, das sei zu ambitioniert. Zu groß. Zu unrealistisch.
Gleichzeitig sehen wir immer wieder, wie andere Organisationen in Deutschland innerhalb weniger Monate Millionenbeträge einwerben können – häufig getragen von Netzwerken, Vermögen und Strukturen, die über Generationen gewachsen sind. Wir halten an diesem Ziel fest. Nicht, weil es einfach ist. Sondern weil wir wissen, wie groß der Bedarf ist.
Diese Stiftung ist kein kurzfristiges Projekt
Sie ist ein Versuch, etwas aufzubauen, das uns langfristig unabhängiger macht. Eine Struktur, die Initiativen stärkt, die heute oft im Hintergrund arbeiten – obwohl sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind.
Die Community-Stiftung ist ein kollektives Projekt. Von Menschen aus unseren Communities. Getragen von solidarischen Unterstützer*innen. Und offen für alle, die Verantwortung für eine gerechtere Gesellschaft übernehmen wollen. Denn wenn wir eines gelernt haben, dann das: Strukturen entstehen nicht von allein. Sie werden gebaut. Und genau das tun wir jetzt.